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Sonntag, 22. Dezember 2013

Hände hoch, das ist ein Überfall! - Christvester mit Krippenspiel am Heiligabend 2013



Ansprache (kommt eigentlich nach dem Krippenspiel):
Hände hoch, das ist ein Überfall!
Wieso sehe ich jetzt niemanden, der die Hände hoch nimmt?  Habt ihr etwa keine Angst vor mir? Glaubt ihr etwa, dass ich das nicht ernst meine? Schade…
Nein, eigentlich gar nicht schade. Es ist doch schön, wenn niemand Angst haben muss. Und es ist auch schön, wenn Menschen, die eigentlich was Böses wollen, plötzlich ganz andere Dinge machen und merken, dass sie eigentlich gar nicht böse sein müssen, sondern dass es viel schöner ist, wenn Menschen sich verstehen und keiner mehr Angst vor dem anderen haben muss.
Klar, ich weiß, auch über 2000 Jahre, nachdem Jesus geboren worden ist, gibt es Räuber und Menschen, die anderen was Böses wollen. Aber genauso lange macht Gott auch Menschen das Angebot: auch wenn du noch so böse Gedanken und Pläne hattest und vielleicht auch schon mal schlimme Dinge in deinem Leben gemacht hast, habe ich dich lieb, bin ich auch für dich da, schicke ich dich nicht weg und gebe dir die Chance, dass du dich änderst.
Dass Menschen keine Angst mehr haben müssen, das ist für mich eigentlich ein ganz, ganz schöner Teil von Weihnachten. „Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige euch große Freude, die alle Menschen erleben werden“ – das ist das, was die Engel den Hirten sagen, die sich ja auch erst einmal total erschrecken. Keine Angst! Eine tolle Sache!
Ganz so ist es ja bis heute leider nicht. Auch Leute, die ganz fest an Jesus glauben und die mit viel Spaß seinen Geburtstag feiern, haben heute noch manchmal Angst. Manche vor echten Räubern. andere davor, im Dunkeln einzuschlafen. Andere davor, in der Schule schlechte Noten zu kriegen. Oder davor, arm zu werden oder immer arm zu bleiben. Davor, dass einen keiner lieb hat. Manchmal hat man auch Angst vor sich selbst, vor den bösen Gedanken, die man vielleicht hat oder davor, was richtig Schlechtes zu machen. Wahrscheinlich fällt euch allen noch viel mehr ein.
Deshalb finde ich es total wichtig, immer wieder Weihnachten zu feiern und zu hören: „Fürchtet euch nicht! Habt keine Angst“. Nicht vor dir selber. Auch, wenn du wirklich mal was richtig Schlimmes gemacht hast, darfst du, wie die Räuber, zu Jesus kommen und dich ändern. Der schickt dich nicht weg. Hab keine Angst – auch nicht im Dunkeln. Auch wenn du niemanden siehst, ist Gott bei dir. Und auch nicht vor schlechten Noten. Für Gott bist du wichtig, auch wenn du nicht so toll rechnen oder schreiben kannst.
Gott hat sich klein gemacht, als Kind hat er sich gezeigt, damit niemand Angst haben muss, sondern damit alle sehen, dass er wirklich die Liebe ist. Und damit alle auch, wie die Räuber, das Angebot erkennen können, dass er uns macht:
Du brauchst keine Angst zu haben, du darfst zu mir kommen, ich habe dich lieb.
Genug geredet, lasst uns feiern. Ohne Angst. Denn Gott ist da. In dieser Welt. Heute. Und jeden Tag.
Amen.

Krippenspiel:

Der Kaiser, die Hirten und eine Räuberschar
Lied vor dem Krippenspiel: Seht, die gute Zeit ist nah (EG 18)
1. Szene: Am Hofe des Kaisers in Rom
Mitspieler: Augustus und sein Hofstaat und Erzähler/in
Augustus: Ich bin der große Kaiser Augustus und habe alle Macht der Welt. Und ich habe viele Minister und Ratgeber. Was mir fehlt, ist Geld in der Staatskasse. Liebe Minister und Rat­geber, habt ihr keine Idee?
Minister 1: Wir haben eine Idee, großer Kaiser. Mach doch mal eine Volkszählung, dann weißt du, wie viele Untertanen du hast.
Minister 3: Und dann kannst du von jedem Untertanen eine eigene Steuer verlangen.
Augustus: Wie soll das denn funktionieren?
Minister 2: Jeder Mann geht mit seiner Familie in die Stadt, in der er geboren wurde. Und dort lässt er sich in die Steuerlisten eintragen.
Augustus: Ihr seid wirklich gute Minister. Jetzt wird die Staatskasse wieder voll. Ich erlasse sofort einen Befehl, dass alle Menschen gezählt werden sollen.
Erzähler/in: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt gezählt würde. Und diese Zählung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich zählen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da mach­te sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Naza­reth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war, damit er sich zählen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger.
Lied: Seht die gute Zeit ist nah (EG 18)
2. Szene: Herbergssuche
Mitspieler: Josef, Maria und Wirte (1-3)
Josef: Komm, Maria, bald sind wir in Bethlehem.

Maria: Mir fällt das Gehen schwer. Hoffentlich sind wird bald da.
Josef: Schau, da vorne sind schon die ersten Häuser!
Maria: Dann frag doch mal, wo wir übernachten können.
Josef: Das sieht hier aus wie eine Gaststätte.
(Josef klopft mehrmals laut an. Ein Wirt erscheint.)
Wirt 1: Hey! Warum macht ihr so einen Lärm? Es ist doch schon Abend.
Josef: Wir brauchen ein Zimmer. Es ist so kalt. Habt ihr nicht noch etwas frei?
Wirt 1: Da könnte ja jeder kommen. Schert euch weg! Wir haben keinen Platz mehr.
Maria: Ach Josef, was sollen wir nur tun?
Josef: Nur Mut, Maria. Dort ist noch ein Gasthaus. Vielleicht haben die was frei.
(Josef klopft mehrmals laut an! Ein Wirt erscheint.)
Wirt 2: Hey, warum macht ihr so einen Lärm? Es ist doch schon Abend.
Josef: Wir brauchen ein Zimmer. Es ist so kalt. Habt ihr nicht noch etwas frei?
Wirt 2: Da könnte ja jeder kommen. Schert euch weg! Wir haben keinen Platz mehr.
Maria: Ach Josef, was sollen wir nur tun?
Josef: Da vorne ist noch eine kleine Herberge. Vielleicht kann uns da der Wirt helfen.
(Josef klopft an! Ein Wirt erscheint.)
Wirt 3: Hey! Warum macht ihr so einen Lärm?
Josef: Wir brauchen ein Zimmer. Helft uns doch! Es ist so kalt.
Wirt 3: Bei mir ist alles belegt. Aber ihr könnt da hinten den Stall nehmen. Da habt ihr's ein bisschen warm. Ihr habt auch eine Krippe mit Stroh. Und einen Ochsen und einen Esel habt ihr auch. Mehr kann ich leider nicht für euch tun. Es gibt sonst keinen Platz in der Herberge.
Maria: Komm Josef, dann nehmen wir diesen Stall. Es ist ein schöner Ort, denn bald wird hier unser Kind geboren.
Lied: Seht, die gute Zeit ist nah, EG 18

3. Szene: Hirten und Engel
Mitspieler: Erzähler/in, Hirten (beliebig viele), und Engel
Erzähler/in: Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde, die hüteten des Nachts die Herde, und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie, und sie fürchteten sich sehr.
Hirten:
- Habt ihr das gesehen? Ein Licht mitten in der Nacht.
- Vielleicht kam es vom Feuer.
- Nein, unser Feuer wärmt uns nur in der Kälte.
(Alle reiben sich die Hände überm Feuer.)
- Ich habe Angst, vielleicht ist es ein böser Geist.
- Ich habe auch Angst, Hilfe!
- Schaut mal, die Schafe, auch sie sind erschrocken!
- Eine merkwürdige Nacht ist das heute. Alle fürchten sich. Engel: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
(Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.)
Erzähler/in: Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen.
Engel: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden
oder (und)
Lied (Kinder und Gemeinde) Hört der Engel helle Lieder 54
Hirten:
- Das war kein böser Geist, das war ein Engel
- Und wir sollen uns nicht fürchten, hat er gesagt.
- Ich habe jetzt auch gar keine Angst mehr.
- Wir können uns sogar freuen. Der Heiland ist für uns geboren. Ist das nicht wunderbar?
- Und wir erfahren als erste von seiner Geburt. Wir sind doch bloß einfache Hirten.
- Schaut euch mal die Schafe an. Die haben auch keine Angst mehr.
(Schafe reagieren.)
- Eine merkwürdige Nacht ist das heute. Niemand hat mehr Angst. Alle freuen sich.
- Kommt, lasst uns nach Bethlehem gehen.
Lied: Was soll das bedeuten EG 539, 1-2

4.Szene: Könige und Räuber
Mitspieler: Erzähler/in, Könige (3 oder mehr) und Räuber (beliebig viele)
Erzähler/in: Zu dieser Zeit kamen weise Männer aus dem Morgenland und sprachen:
Könige:
- Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen ihn anzu­beten.
- Der Stern soll uns den Weg zu ihm zeigen.
- Ich sehe ihn. Da oben am Himmel steht er. Kommt, wir folgen ihm.
- Aber wir müssen aufpassen, die Gegend hier ist unsicher, hof­fentlich gibt’s hier keine Räuber!
Räuber:
- So wahr ich Räuber bin, das wird eine fette Beute! Die drei Männer dort, die können wir jetzt überfallen. Die sehen aus, als wären sie reich.
- Schaut mal, wie prächtig die gekleidet sind.
- Bestimmt haben die viel Gold bei sich.
- Vielleicht auch noch Weihrauch! Und sogar Myrrhe!
- Au ja, ich freue mich, wir werden reich. Los, wir schlagen zu.
Alle Räuber: Überfall! Überfall! (Dunkelheit)
Engelchor (Lied: Hört der Engel helle Lieder EG 54 Refrain)
Räuber:
- Wir haben ja gar keinen Überfall gemacht.
- Wir wollten doch angreifen. Was ist denn nur los?
- Ich glaube, alles ist anders geworden. Ich fühle mich verän­dert.
Könige:
- Schaut mal, ob die Leute da was von uns wollen?
- Die haben aber Waffen, vielleicht sind  es Räuber.
- Also, Angst hab ich vor denen keine! Die sehen ganz verwirrt aus.
- Hey, ihr da, braucht ihr Hilfe? Wollt ihr nicht mit uns gehen?
Räuber: Welchen Weg nehmt ihr denn?
König: Wir folgen dem Stern am Himmel und suchen den neuen König!
Räuber:
- Eigentlich sind wir Räuber.
- Aber vielleicht sollten wir lieber mit euch gehen und auch den neuen König suchen?
König: Dann kommt doch mit!
Räuber: Ja, lasst uns zusammen den Heiland suchen.

5.Szene: Schluss
Mitspieler: Maria, Josef und alle
Maria: Ach, Josef, zuerst haben wir keine Herberge gefunden, nur diesen Stall. Und jetzt sind wir ganz allein mit unserem Kind.
Josef: Dabei hat dir doch der Engel gesagt, die ganze Welt wird sich freuen über dieses Kind.
Maria: Aber wo sind denn die Menschen, die sich über ihre Rettung freuen?
(Auftritt aller Personen + Schafe)
Josef: Da kommen sie. Schau nur: Ganz viele Menschen.
Maria: Große Leute und kleine Leute. Und Schafe sind auch dabei.
Josef: Und alle freuen sich.
Maria: Denn heute ist für uns der Heiland geboren: Jesus.
Lied: Ihr Kinderlein kommet (EG 43,1-4)
 

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